Mountainbiken im Winter: Tipps für Deine Fahrtechnik

Schöffel Blog / 31.10.2023

Mountainbike und Winter – das schließt sich für Dich nicht aus? Du hast auch in der kalten Jahreszeit Lust, mit Deinem MTB durch die Gegend zu heizen? Während andere ihr Bike über die Wintermonate im Keller oder in der Garage lassen, bist Du auch auf den Trails, wenn sie mit Eis und Schnee bedeckt sind. Damit Du dabei maximalen Fahrspaß erlebst und nicht ins Rutschen kommst, haben wir ein paar MTB-Fahrtechnik-Tipps für Dich zusammengestellt.

MTB-Fahren im Winter: was Du grundlegend beachten solltest 

Wenn Du Dich bei Eis und Schnee auf den Sattel schwingst, ist es wichtig, dass Du die Ansprüche an Deine Performance etwas zurückschraubst – zumindest im Vergleich zum Sommer. Gerade auf schneematschigem Untergrund kommst Du schnell ins Rutschen. Damit Du Dich nicht schon in der ersten Kurve in den Schnee legst und auch sonst sicher mit dem Bike unterwegs bist, sind kleine Techniktricks beim Fahren unerlässlich.

Wenn Du mit der Fahrtechnik vertraut bist, kannst Du Dich an Tricks versuchen. Einige – wie den Wheelie – kannst Du „trocken“ auf der Straße üben, bevor es ins Gelände geht. So hast Du noch mehr Fun beim Biken auf Schnee.

Was Du allgemein beim Radfahren im Winter beachten solltest und welche Ausrüstung und Kleidung die Richtige ist, um bei Deinem Bike-Abenteuer im Schnee bestens gegen Kälte und Nässe gewappnet zu sein, kannst Du in unserem Blogartikel „Im Winter Fahrrad fahren“ nachlesen.

Mountainbike-Fahrtechnik-Tipps: Basics

Zu Beginn stellen wir Dir ein paar Basics zum Fahren im Schnee vor. Hierbei geht es vor allem darum, dass Du Dich stabil und sicher auf Deinem Bike bewegst, wenn Du im Winter auf Deinen Lieblingstrails unterwegs bist. Die Tipps sind übrigens sowohl für MTBs als auch für Fatbikes anzuwenden.

 

#1: Grundposition beim Mountainbiken im Winter

Beim Fahren auf harten Untergründen hast Du eine gleichmäßige Gewichtsverteilung auf Vorder- und Hinterrad. Je nach Steigung und Untergrund passt Du dann Deinen Körperschwerpunkt an, indem Du die Arme anwinkelst und Dich nach vorn beugst oder ausstreckst und Deinen Hintern nach hinten schiebst.

Im Schnee und auf anderen weichen Untergründen ist es wichtig, dass Du weniger Gewicht auf Dein Vorderrad legst und den Körper weit nach hinten verlagerst, um durch den Schnee zu gleiten. So kannst Du gerade Strecken einfach und mit etwas Übung auch mühelos zurücklegen.

 

#2 Uphill fahren

Beim Bergauffahren (Uphill), geht es wieder darum, das Gewicht richtig einzusetzen, um genug Grip auf dem Hinterrad zu haben, das Dich nach oben schiebt. Nimm Deine Ellenbogen nah an den Körper und geh mit den Schultern weit nach vorn zum Lenker. Bleib auf Deinem Sattel sitzen, um den Druck und die Traktion auf dem Hinterrad so hoch wie möglich zu halten. So verhinderst Du, dass Dein Hinterrad durchdreht. Mit diesem Tipp kommst Du auch im Matsch gut voran, wenn es bergauf geht.

Lenkbewegungen richtig umsetzen

#3 Steuern und Kurven fahren im Schnee

Wenn Du Dein MTB im Schnee steuern möchtest, musst Du das Gewicht auf das Vorderrad verlagern. Tust Du das nicht, bekommt das Vorderrad nicht genug Grip, um Deine Lenkbewegungen umzusetzen – und Du fährst geradeaus weiter.

Willst Du eine Kurve fahren (im ebenen Gelände), musst Du Dein Bike nach innen drücken und auch ein Stück nach innen neigen, während Du Dein Körpergewicht mit Druck auf das äußere Pedal nach außen verlagerst. Das klingt vielleicht erst einmal kompliziert, ist aber mit etwas MTB-Training im Winter intuitiv umsetzbar. Bremse immer schon rechtzeitig vor der Kurve und halte den Blick auf den Kurvenausgang.

Dein Kurven-innerer Fuß sollte dabei immer bereit sein, nach vorn ausgestellt zu werden, um Dich abzufangen, solltest Du ins Schlingern geraten. Das funktioniert auch während der Fahrt. Sobald Du Dich gefangen hast, kannst Du den Fuß einfach wieder aufs Pedal stellen. In der Kurve sollten Dein Körperschwerpunkt gleichmäßig auf beide Reifen verteilt und Deine Arme leicht gebeugt sein. Versteif Dich nicht, um dynamisch auf Rutschen oder Unebenheiten reagieren zu können.

Nach dem Scheitelpunkt der Kurve geht es in den Kurvenausgang. Auch hier sollte Dein innerer Fuß abfangbereit sein. Solltest Du im Rausfahren den Grip verlieren, lenke ein wenig gegen. Am Schluss musst Du nur noch langsam wieder beschleunigen, damit Deine Reifen nicht durchdrehen und Du weiter Deinem Fun nachjagen kannst.

#4 Enge Kehren fahren

Enge Kehren erfordern etwas mehr Technik. Zusätzlich zum nach innen Neigen des MTBs und nach außen Neigen Deines Körpers drückst Du Dein Bike zur Kehren-Innenseite und gehst mit dem jeweils äußeren Pedal nach unten. So bekommst Du mehr Gewicht auf die Außenseite, was Dich stabil hält.

Bei engen Kehren kommt noch ein weiterer wichtiger Punkt dazu: die Rotation. Dein Kopf sollte immer so weit wie möglich nach vorn zum Ende der Kehre schauen, also „vorgehen“, sodass Deine Schultern, Dein Oberkörper und Dein Becken automatisch der Lenkbewegung des Mountainbikes folgen.

 

#5 Bremsen beim Mountainbiken im Winter

Schon bei trockenem Wetter im Sommer will das Bremsen mit dem MTB gelernt sein, wenn Du auf Trails unterwegs bist. Im Winter kommt hier noch die Anforderung des rutschig-glatten Untergrunds dazu.

Die Vorderbremse brauchst Du beim Bremsen im Schnee nur sehr selten. Wenn Du also bremst, konzentriere Dich auf das Hinterrad. Verlagere Dein Gewicht möglichst weit nach hinten, damit das Hinterrad viel Grip aufbauen kann. Stell die Beine dabei parallel. Bremse vorsichtig. In dem Moment, in dem Dein Hinterrad blockiert, kann es ausbrechen. Verringere also den Druck auf die Bremse, um den Grip auf dem Untergrund zu behalten.

MTB-Training im Winter: wenn Du mehr als die Basics kannst

Beim Mountainbiken im Winter sind Trails und Steigungen kein Problem mehr für Dich, weil Du das Bremsen, Kurvenfahren und scharfe Kehren nehmen bereits verinnerlicht hast? Dann wird es Zeit für etwas mehr Herausforderung: Steilfahrten, Schrägfahrten und den klassischen Wheelie im Schnee. Hier findest Du ein paar nützliche Tipps:

 

#1 Fahren in Schräglagen

Bist Du mit Deinem MTB im freien Gelände oder auf schmalen Trails unterwegs, befindest Du Dich oft in Schräglage am Hang. Um hier nicht abzurutschen, solltest Du ein Gegengewicht bilden – den Hangausgleich. Dabei drückst Du Dein MTB mit den Armen, den Knien und der Hüfte zum Hang, während Du Deine Schultern nach außen vom Hang weg lehnst. So hat Dein Reifen auf der Kante genug Grip und Du stehst stabil.

 

#2 Steilabfahrten im Pulverschnee

Es gibt nicht viel, was beim Mountainbiken im Winter mehr Fun macht als Steilabfahrten in bestem Powder. Dabei ist vor allem wichtig, dass Dein Vorderrad über den Schnee surft und nicht einsticht. Deine Haltung sollte so aussehen, dass Du die Arme zum Lenker hin weit ausstreckst und den Körperschwerpunkt so weit wie möglich nach hinten verlagerst. So ziehst Du automatisch den Lenker über den Schnee. Gerade im tieferen, weichen Schnee ist die Armarbeit besonders wichtig, damit Du nicht kopfüber im weißen Powder landest.

 

#3 Bremsen bei Steilabfahrten mit dem Mountainbike im Winter

Bei steilen Abfahrten bekommt man auch im Pulverschnee schnell eine hohe Geschwindigkeit. Wie bremst Du dann am besten? Der Hockey-Stop ist das Bremsmittel Deiner Wahl. Dabei blockierst Du Dein Hinterrad durch starkes Bremsen, während Du Dein Gewicht auf das Vorderrad verlagerst. Nun lenkst Du ein und drehst Dich mit Deinem ganzen Körper zur Seite. Wenn Du das richtig machst – spätestens nach ein paar Übungs-Stopps –, schleudert es den Powder an Deinem Hinterrad nur so durch die Luft.

 

#4 Wheelies machen bei Schnee

Deine MTB-Reifen für den Winter haben Spikes und sind vielleicht auch etwas breiter als die Sommerreifen? Dann probiere doch einen Wheelie aus. Wichtig ist, wie auch im Sommer, dass Dein Gang nicht zu leicht ist. Du wirst beim Fahren auf dem Hinterrad voraussichtlich schneller – dann muss noch genug Widerstand zum Treten da sein.

Um in den Wheelie zu gehen, gehst Du mit den Schultern nahe zum Lenker, die Arme sind gebeugt. Nun ziehst Du den Oberkörper mit Kraft vom Lenker weg und trittst zugleich in die Pedale. Dein Körpergewicht sollte dabei nach hinten verlagert sein. Die Arme sind nun gestreckt. Die Balance hältst Du durch Treten und Bremsen – natürlich nur mit der hinteren Bremse. Seitlich kannst Du Dich mit Knien und Hüfte ausbalancieren. Übe das am besten erst auf einer verschneiten Freifläche, bevor Du Dich ins Gelände wagst.  

Mountainbike und Winter – passt so gut zusammen wie Schöffel und Du

Dein Mountainbike hält keinen Winterschlaf? Perfekt! Dann zieh Deine Spikes auf und schwing Dich auf den Sattel, denn es geht mit dem Rad ins Gelände! Mit Schöffel bist Du bestens für Deine winterlichen Radtouren ausgestattet – nicht nur im Schnee, sondern auch, wenn es einfach nur kalt ist. Entdecke unsere Bike-Kollektion und informiere Dich über weitere Bike-Themen bei Schöffel:

-        Tipps für Einsteiger auf dem Mountainbike

-        Schöffel Bike-Tipps im Video: Gesundheit und Fitness 

-        Schöffel Bike-Tipps im Video: Technik und Pflege 

-        Ernährung beim Radsport

Wir wünschen Dir viel Spaß bei Deinem Ich bin raus-Mountainbike-Abenteuer im Winter!

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