Die 9 schönsten Wasserfälle im Allgäu

Schöffel Blog / 13.05.2024

Das Allgäu ist nicht nur für seine schönen Kühe und die malerischen Berglandschaften bekannt. Hier findest Du auch eine Vielzahl kleiner und großer Wasserfälle, die manchmal ganz versteckt liegen und echte Geheimtipps sind. Wir zeigen Dir die schönsten Wasserfälle, die das Allgäu zu bieten hat und sagen Dir, wie Du sie findest!

Die schönsten Wasserfälle im Allgäu auf einen Blick

Ob schwere Wanderung, entspannter Nachmittagsausflug oder Abenteuer für die ganze Familie: Unter den Wasserfällen im Allgäu ist für jede:n das richtige dabei. Ob mit Kindern, als sportliche Herausforderung oder zum gemütlichen Ausflug – aber sieh selbst!

Die Scheidegger-Wasserfälle

Nahe Lindenberg findest Du ein besonderes, wildromantisches Juwel der Natur: die Scheidegger-Wasserfälle. Sie setzen sich aus mehreren steilen Felsstufen zusammen, über die das Wasser des Rickenbach insgesamt 40 Meter in die Tiefe fällt, bevor es sich in die Rohrachschlucht gräbt. Auch hier bilden sich zwischen den Wasserfallstufen Plateaus mit natürlichen Becken, in denen sich das türkisblaue Wasser sammelt. Die steilen Felswände der Schlucht, die mit Moos bewachsen sind, bilden gemeinsam mit den aufragenden Tannen des Waldes und den tosenden Wasserfällen eine imposante Kulisse, die Dich garantiert beeindrucken wird.

Wann ist ein Besuch an den Scheidegger-Wasserfällen am schönsten?

Da die Scheidegger-Wasserfälle in einem besonderen Geotop liegen, sind sie ganzjährig ein Highlight. Im Frühjahr, wenn alles frisch aufgeblüht ist, kannst Du die ersten Pflänzchen in der Rohrachschlucht bewundern und die frische Luft, die nach Wald und Wasser duftet, in Dich einsaugen. Im Sommer, wenn es warm ist, ist ein Ausflug nach Scheidegg zum Wasserfall-Geotop besonders schön, wenn Du Kinder dabeihast, die am Wasserspielplatz über den Fällen spielen können. Im Herbst färben sich die Blätter der Bäume bunt und goldenes Licht taucht vor allem nachmittags die Schlucht und die Wasserfälle in ein träumerisches Ambiente.

Ein richtiges Highlight sind die Scheidegger Wasserfälle jedoch im Winter. Dann wird ihr ganzer Zauber offenbar. Das Wasser formt sich in der Kälte zu langen Eiszapfen und atemberaubenden Skulpturen aus gefrorenem Wasser, das an manchen Stellen aussieht, als wäre es beim Plätschern einfach eingefroren. Hier solltest Du auf jeden Fall hin!

Wanderung zu den Scheidegger-Wasserfällen

Am besten besuchst Du die Wasserfälle bei einer Rundtour, die am Parkplatz Scheidegger-Wasserfälle etwas außerhalb von Scheidegg startet. Du hast verschiedene Möglichkeiten für Deine Tour:

Du kannst zu den Wasserfällen und dann Richtung Allmannsried zum Waldsee wandern. Bei schönem Wetter solltest Du hier auch einen Sprung ins Waldseebad wagen. Auf dem Rückweg zum Parkplatz kommst Du auch an der Gretenmühle mit dem Streichel- und Reptilienzoo vorbei. Nicht nur, wenn Du mit Kindern unterwegs bist, ist ein Halt hier spannend!

Eine weitere Möglichkeit für eine Wanderung zu den Scheidegger Wasserfällen führt Dich sogar noch zu einem weiteren Wasserfall, dem Hasenreuter Wasserfall. Wenn Du den letzten Wasserfall bei Scheidegg hinter Dir gelassen hast, folgst Du dem Rinkenbach Richtung Aizenreute. In einem kleinen Waldstück befindet sich der Hasenreuter Wasserfall. Er ist nicht so imposant wie der große Wasserfall von Scheidegg. Allerdings liegt er fast schon märchenhaft im Wald und kann von einer kleinen Bank aus in Ruhe bestaunt werden.

Schäumende Wasserfälle im Ostertaltobel

Im Ostertaltobel offenbart sich die majestätische Schönheit der Allgäuer Natur in ihrer ganzen Pracht. Umgeben von dichten Wäldern und sanften Hügeln entdeckst Du in der Schlucht schäumende Wasserfälle in einer Atmosphäre voll Ruhe und Erhabenheit, abseits überlaufener Pfade. Über mehrere Stufen fällt das Wasser hier teilweise zehn Meter hinab, insgesamt ist die Schlucht knapp 30 Meter tief.

Entlang des Ufers des Ostertalbachs führt Dich ein schmaler Weg im Schatten der Bäume an kleinen und großen Highlights vorbei, die dazu einladen innezuhalten und barfuß in das kühle Bergwasser einzutauchen.

Wassererlebnisweg im Haldertobel

Zwischen Blaichach und Gunzesried findest Du die malerische Schlucht Haldertobel, in der sich ein beeindruckender Wasserfall in die Tiefe stürzt und dabei ein imposantes Naturschauspiel bietet. Bei Deiner Wanderung durch die Schlucht entdeckst Du nicht nur mit der Schönheit der Natur, sondern auch ihre Kraft. Auf dem Wassererlebnisweg werden Fakten zum Thema Wasser kindgerecht vermittelt, bevor Dich der Pfad an einen Stausee führt, mit dessen Wasserkraft Strom erzeugt wird. Ein wahres Abenteuer für Groß und Klein!

Schwere Wanderung zum Gaisalpbachwasserfall

Spektakuläres erwartet Dich bei einer Rundwanderung von Oberstdorf über den Wallraffweg. Deine Tour startet am Wanderparkplatz von Oberstdorf auf 862 Metern und führt Dich nach oben, zum Unteren Gaisalpsee auf 1.508 Metern Höhe. Wer noch höher hinaus will wagt sich noch weiter bis zum Oberen Gaisalpsee auf 1.769 Metern Höhe. Welchen See Du auch besuchst, auf Deinem Pfad bekommst Du einige einmalige Ausblicke auf den Gaisalpbachwasserfall. Das klare Wasser des Gaisalpbachs stürzt sich mit einer eindrucksvollen Fallhöhe von etwa 15 Metern über steile Felsen hinab und erschafft dabei ein beeindruckendes Naturschauspiel. Das Rauschen des Wassers und die frische Bergluft laden dazu ein, in die Stille der Natur einzutauchen und den Moment zu genießen. Eine entspannte Pause am Wasserfall kommt bei dieser Wanderung wie gerufen, schließlich gilt sie als durchaus anspruchsvoll.

Die Hinanger-Wasserfälle

Wild und geheimnisvoll hinter Hinang bei Sonthofen liegen die Hinanger-Wasserfälle. Hier findest Du allerdings noch mehr als nur die Wasserfälle. Der malerische Wanderweg führt Dich in ein idyllisches Biotop und eine faszinierende Klamm. Hier bahnt sich der Hinanger Bach seinen Weg in die Tiefe – vorbei an moosbewachsenen Felsen und durch schroffes Gestein. Die Klamm und der Wald rund um die Wasserfälle sind mit Stiegen und Treppen ausgestattet, die Dich ganz nah an das Wasser und den Fels heranbringen.

Versteckt im Wald: die Hinanger-Wasserfälle

Zu welcher Jahreszeit besuchst Du die Hinanger-Wasserfälle am besten? Die Hinanger Wasserfälle sind ganzjährig gut zu erreichen und bieten zu jeder Jahreszeit optische Highlights. Gerade im Herbst und bei Nachmittagssonne ist es besonders schön, zum Hinanger-Wasserfall zu wandern. Dann scheint die Sonne durch das bunt gefärbte Blätterdach der Bäume und bringt den Wald, die Klamm und das Wasser zum Strahlen. Auch im Winter sind die vereisten Wasserfälle mit ihren bizarren Eisskulpturen einen Besuch wert.

Wie kommst Du zu den Hinanger-Wasserfällen?

Am besten parkst Du am Wanderparkplatz Hinanger Steige oder direkt nordöstlich von Hinang am ausgeschilderten Parkplatz. Von hier aus kannst Du „obenrum“ oder „untenrum“ gehen. Unsere Empfehlung: Geh den Weg „untenrum“, da Du so auch von unten an die Hinanger-Wasserfälle gelangst und dadurch eine besonders gute Sicht auf das Naturspektakel bekommst. Dazu läufst Du vom Parkplatz aus links bis zum Hinanger Bach und folgst dem Pfad, der ein Stück weit parallel zur Hauptstraße verläuft. Zu den Hinanger-Wasserfällen ist eine Rundwanderung empfehlenswert – entweder im Kleinen vom Parkplatz am Ort aus oder als große Wanderung über den Leybachtobel und die gemütliche Sonnenklause.

Der Wasserfallweg in Nesselwang

An der 1.575 Meter hohen Alpspitze gelegen, ist der Wasserfall bei Nesselwang besonders schön zu erwandern. Am besten startest Du von der Talstation der Alpspitzbahn in Nesselwang in den Wasserfallweg. Der Weg zum Wasserfall ist kurz und steigt nur leicht an. Hier kannst Du die atemberaubende Landschaft der Allgäuer Alpen genießen und Dich über die schöne Natur freuen. Die Wanderung dauert nur etwa anderthalb Stunden und kann mit einer gemütlichen Einkehr in der Enzianstube verbunden werden.

Der Wasserfallweg ab Nesselwang führt Dich entlang eines kleinen Bachs zum Fuß des Wasserfalls. Hier findest Du auch eine kleine Bank, wo Du Dich hinsetzen und dem feinen Rauschen des Wassers lauschen kannst. Rechts neben dem Wasserfall führt der Weg über eine lange Holzsteige bis ganz nach oben. Von hier aus hast Du immer wieder schöne Ausblicke auf den Wasserfall und die Umgebung. Stehen bleiben lohnt sich also.

Wenn Du nach Deinem Besuch am Wasserfallweg von Nesselwang noch nicht genug hast, kannst Du noch hinauf zur Nesselburg, zur Wallfahrtskirche Maria Trost und zur Mittelstation der Alpspitzbahn aufsteigen.

Für die sportlichen Radfahrer: der Stuibenfall

Es gibt Wasserfälle, die kannst Du nur erwandern. Dann gibt es solche, die erreichst Du viel besser mit dem Fahrrad. So ist es auch beim Stuibenfall. Dieser ist mit 25 Metern Falltiefe an der höchsten Stufe der größte Wasserfall im Gemeindegebiet von Oberstdorf. Er trennt das idyllische Oytal vom Alpboden der Käseralpe.

Da ein geteerter und im weiteren Verlauf gekiester Weg von Oberstdorf bei der Skisprungschanze hoch durchs Oytal und bis zur Käseralpe führt, ist der Stuibenfall hervorragend mit dem Fahrrad zu erreichen. Aber Achtung: Während Du nach dem ersten Anstieg recht gemütlich durchs Oytal fahren kannst, beginnt am Ende des Tals ein Abschnitt mit besonders starker Steigung – und in diesem Stück befindet sich auch der Stuibenfall. Die Fahrt ist also nur etwas für Bike-Enthusiasten mit guter Kondition.

Am besten steigst Du am Fuß des Wasserfalls vom Rad ab und kletterst den kurzen Anstieg nach oben. So hast Du nicht nur einen hervorragenden Blick auf das fallende Wasser, sondern spürst auch hautnah den erfrischenden Sprühnebel, der rund um den Wasserfall aufsteigt. Die letzten Meter bis zur Käseralpe sind dann nicht mehr weit. Oben angekommen, kannst Du in einem beschaulichen Talkessel und in Gesellschaft hübscher Kühe ein kühles Getränk an der Hütte genießen – oder Dich zu einer schönen Bike-&-Hike-Rundwanderung aufmachen.

Die Buchenegger-Wasserfälle

Die Buchenegger-Wasserfälle liegen zwischen Steibis und Buchegg (Gemeinde Oberstaufen) im Wald. Sie gehören zu den spannendsten Wasserfällen im Allgäuer Geopark und sind vor allem im Sommer ein absolutes Wanderhighlight. Die Wasserfälle speisen sich aus der Weißach und bilden zwei Stufen. Das Wasser fällt durch schroffe Felsen in den ersten Pool, bevor es durch eine enge Spalte tosend in den unteren Pool stürzt.

Das türkisblaue Wasser wird von den Einheimischen als natürliches Wildbad genutzt – auch wenn das Wasser selbst im Sommer kaum 18 Grad erreicht. Auch Extremsportler kommen gern zum Gumpenspringen hier her. Gumpenspringen oder Gumpenjucken sind die bairischen Begriffe fürs Klippenspringen – und das kannst Du am Buchenegger Wasserfall in eine maximale Tiefe von 30 Metern. Aber Achtung: Das Springen ist gefährlich! Falls Du zum Gumpenspringen kommst, achte auch auf den Wasserstand des Beckens. Es sollte ausreichend tief sein.

Bei einer Wanderung zu den Buchenegger Wasserfällen hast Du die Wahl zwischen vielen verschiedenen Wegen. Beliebt sind vor allem die Wanderungen ab Buchegg und ab Steibis.

Wanderung zu den Buchenegger-Wasserfällen ab Steibis

Die Wanderung von Steibis zum Wasserfall hat eine Länge von etwa drei Kilometern und ist eher gemütlich. Hier hast Du wieder zwei Möglichkeiten: Du kannst den „unteren“ Weg gehen, der Dich über die Alpe Neugreuth führt, wo Du auch einkehren kannst. Oder Du gehst den „oberen“ Weg, der Dich mit fantastischer Aussicht durch die schöne Allgäuer Landschaft führt (über den Berggasthof Hirsch). Beide Wege sind gut ausgeschildert und bieten Zugaben wie Barfußpfade und Einkehrmöglichkeiten. Am besten startest Du an der Sennerei Steibis. Du kannst die Wege auch verbinden und sie als Rundweg laufen.

Buchenegger-Wasserfall-Wanderung ab Buchenegg

Wenn Du kein Problem mit starken Steigungen hast, kannst Du den Buchenegger-Wasserfall auch ab Buchenegg besuchen. Achte darauf, dass der Weg auch im Sommer rutschig und matschig sein kann. Trage also passendes Schuhwerk.

Seit 2020 sind die Parkplätze rund um die Buchenegger Wasserfälle gesperrt. Nun kannst Du nur noch an der Talstation der Hündlebahn parken. Von hier aus gelangst Du entweder zu Fuß oder mit dem Rad bis zum Einstieg in den Wanderpfad – oder über die Hündlebahn. Der enge, ausgeschilderte Weg zu den Wasserfällen ist nicht weit, jedoch mit Wurzeln und Eisenstufen gespickt. Wenn Du gerne noch einen Gipfel mitnehmen möchtest, kannst Du die Tour auch bis über den Hündle ausdehnen.

Niedersonthofens geheimer Wasserfall

Es ist fast noch ein Geheimnis, dass Du in Niedersonthofen einen schönen Wasserfall finden kannst. Mitten in einem Waldstück gelegen, fällt das Wasser hier in einer idyllischen und ruhigen Kulisse etwa zehn Meter nach unten.

Am besten startest Du zum Wasserfall in Niedersonthofen am Parkplatz am Ende der Mühlenbergstraße. Über den Falltobel gelangst Du geradewegs zum Ort des schönen Naturschauspiels. Hier wanderst Du auf einem spannenden Weg, der Dich über hölzerne Stufen und Passagen direkt am Hang führt.

Da die Wanderung zum Wasserfall bei Niedersonthofen recht kurz ist, kannst Du Deine Tour auf eine Runde zum Stoffelberg ausweiten. Hier kannst Du bei einer himmlischen Aussicht über das Allgäu in der Alpe Stoffelberg einkehren. Von dort ist es nicht mehr weit zum Niedersonthofener See, der bei Sonnenschein zum Baden einlädt.

Das Allgäu und seine Wasserfälle – Ich bin raus.

Du hast Lust auf ein besonderes Ich bin raus-Erlebnis, bei dem Du die Schönheit der Natur noch einmal neu entdecken kannst? Die Wasserfälle im Allgäu bieten Dir faszinierende Naturspektakel, an denen Du Dich nicht sattsehen wirst. Verbinde Deinen Ausflug zu einem beeindruckenden Wasserfall doch mit einer kleinen Wanderung oder Fahrradtour! So hast Du auch Gelegenheit, das Allgäu von seiner schönsten Seite zu genießen.

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