Der große Schöffel Skitouren-Info-Guide

Schöffel Blog / 15.11.2022

Die Sonne wirft ihre ersten Strahlen auf den frischen Schnee, Du ziehst Deine Spuren durch das unberührte Weiß und genießt die Ruhe der Natur. Gleich wirst Du oben sein, die Felle verstauen, und den Ausblick genießen. Durchatmen, loslassen – abfahren! Wenn Du Deine Schwünge durch den Pulverschnee machst, er in hohen Bogen aufstäubt und Du ins Tal gleitest, erlebst Du Freiheit pur. Skitouring ist ein Erlebnis!

So ist es wenig verwunderlich, dass sich das Tourengehen in den vergangenen Jahren immer größerer Beliebtheit erfreut. Dabei ist Skitouring kein gewöhnlicher Trendsport, sondern eine Naturerfahrung mit nicht zu unterschätzendem sportlichen Anspruch. In unserem Schöffel Skitouren-Info-Guide verraten wir Dir alles, was Du über Skitouren wissen musst.

Skitouren Grundwissen

Tourengehen ist ein durchaus anspruchsvoller Sport und die richtige Vorbereitung ist das A und O. Für Skitouren-Anfänger ist es unerlässlich, sich zunächst das richtige Basiswissen anzueignen. Skitouring-Kurse sind für den Einstieg ausgesprochen empfehlenswert: Hier lernst Du neben der richtigen Technik für Aufstieg und Abfahrt auch alles, was Du für Deine Sicherheit im Tiefschnee wissen musst.

Die Ausrüstung, die Du zum Skitouring brauchst, unterscheidet sich maßgeblich von der Ausrüstung für die Piste. Mach Dich rechtzeitig mit Deiner Skitouring-Ausrüstung vertraut und stell mit Hilfe einer Packliste sicher, dass Du alles, was Du benötigst, dabei hast.

Zu den wichtigsten Skills, die Du fürs Skitouring brauchst, gehört es, Dich selbst gut einschätzen zu können. Deine Fähigkeiten und Deine Grenzen bilden den Grundrahmen Deiner Planung, die SAC-Skala hilft Dir zusätzlich: Der Schweizer Alpen Club hat diese Skala zur Beurteilung der Schwierigkeiten von Skitouren entwickelt. Die SAC-Schwierigkeitsskala besteht aus sieben Schwierigkeitsgraden von einfach (Grad L) bis zu extrem schwierig (Grad EX). Anhand dieser Grade kannst Du abschätzen, ob eine Tour für Dich geeignet ist.

Skitourenarten für jeden Typ

Beim Tourengehen erklimmt man den verschneiten Berg zunächst, ehe es ihn auf Skiern wieder hinunter geht. Die Möglichkeiten dabei sind so vielfältig, wie die Berge. Möchtest Du Skispaß in der Gruppe erleben oder ist die sportliche Herausforderung das, was Dich antreibt? Unser Überblick über die verschiedenen Arten des Skitourings hilft Dir, Deinem perfekten Ich bin raus-Moment näher zu kommen.

Allen Varianten des Skitourings ist gemein, dass sie nichts für Skianfänger sind. Wenn Du Dich in den Tiefschnee wagst, solltest Du sicher auf den Brettern sein, Fitness, alpines Grundwissen und die richtige Ausrüstung mitbringen. Wenn Du diese Voraussetzungen erfüllst, steht Deinem Traum in Weiß nichts mehr im Wege. Solltest Du noch Nachholbedarf haben, dann empfehlen wir Dir, Dich mit einem speziellen Skitouring-Kurs auf das Abenteuer Tiefschnee vorzubereiten.

Tourengehen

Das Tourengehen ist die klassische Form des Skitourings. Hierbei hast Du die Skier beim Aufstieg bereits angeschnallt. Der Aufstieg aus eigener Kraft erfordert Kondition und eine gewisse Technik, weswegen Tourengehen eine tolle neue Herausforderung sein kann, wenn Du Dich auf den präparierten Pisten langweist. Für viele Tourengeher stehen auch das Naturerlebnis und die Abgeschiedenheit vom Massentourismus im Vordergrund.

 

Freeriding

Für Puristen zählt das Freeriding nicht zum Skitouring, denn auch wenn dabei abseits der Piste durch den Tiefschnee abgefahren wird, so erfolgt der Aufstieg doch nicht aus reiner Muskelkraft, sondern mit dem Lift. Entsprechend ist Freeriding vor allem unter Einsteigern populär, aber auch erfahrene Tourengeher gönnen hin und wieder einen Freeriding-Tag mit Gondelfahrt. Der entfallende Aufstieg macht Freeriding körperlich weniger fordernd als das klassische Skitouring, die Abfahrten sind dennoch nicht zu unterschätzen. Wähle Deine Freeride-Gebiete nach Deinem Können und fang zunächst mit sanften Hängen an.

 

Powderchase Skisafari

Du liebst die Freiheit des Skitourings, hast aber nur wenig Zeit für eine ausführliche Planung? Dann ist eine Powderchase genau das Richtige für Dich. Hier bist Du in der Gruppe mit erfahrenen Guides unterwegs und musst Dir nicht den Kopf darüber zerbrechen, wo Du den besten Schnee findest und ob das Wetter auch wirklich passt. Eine Skisafari ist super, wenn Du einfach Skispaß haben möchtest.

 

Skihochtour und Skidurchquerung

Etwas anders sieht es bei einer Skihochtour oder bei einer Skidurchquerung aus. Im Hochgebirge auf dem Gletscher unterwegs zu sein, ist eine der anspruchsvollsten Winteraktivitäten auf Skiern. Hier brauchst Du im Vergleich zum klassischen Skitouring zusätzliche Ausrüstung, wie Seil und Sicherungsgurt. Für Skihochtouren und mehrtägige Skidurchquerungen sind Kondition und Erfahrung im Tourengehen Grundvoraussetzungen.

Skibergsteigen

Beim Skibergsteigen brauchst Du ebenfalls spezielle Ausrüstung, denn Du erklimmst den Berg kletternd und schnallst die Ski erst an, sobald es an die Abfahrt geht. Um Dich dieser Herausforderung zu stellen, solltest Du neben einer sehr guten Fitness und einem sicheren Fahrstil auch Erfahrung im Bergsteigen mitbringen, da das Klettern bei Frost und Glätte nochmal anspruchsvoller ist als das Klettern im Sommer.

 

Pistenskitour

Eine Pistenskitour spielt sich – wie der Name verrät – teils auf präparierten Pisten ab, nämlich beim Aufstieg. Der Aufstieg auf den Skipisten hat den Vorteil, dass diese gut an die Infrastruktur angebunden und so leicht zu erreichen sind. Die in Skigebieten obligatorisch bewirteten Hütten oben am Berg bieten bei Bedarf den Komfort einer warmen Mahlzeit, ehe es abseits der Piste durch den Tiefschnee zurück ins Tal geht. Wenn Du diese Form des Skitouren-Sports ausprobieren möchtest, musst Du in jedem Fall beachten, dass der Aufstieg auf der Piste nicht überall gestattet ist. Informier Dich rechtzeitig über die Regelungen in Deinem Zielgebiet und halte Dich unbedingt beim Aufstieg an die FIS-Pistenregeln.

 

Ski Mountaineering

Ganz allgemein ist Ski Mountaineering die englische Bezeichnung für Skibergsteigen. Im Deutschen wird dieser englische Begriff, wie auch seine Kurzform Skimo, im Speziellen allerdings mit Skitouring als Wettkampfsportart assoziiert. Wettbewerbe im Skitouring werden von der International Ski Mountaineering Federation (ISMF) veranstaltet und sind etwas für echte Profis. Wer bei der ISMF als Athlet registriert ist, darf sich in Einzel- oder Teamwettbewerben der internationalen Konkurrenz stellen.

Skitouren-Sicherheit: Technik und Wissen

Wie bereits erwähnt, sind Deine Fitness und Deine Ausrüstung wichtige Faktoren beim Skitouring. Mindestens ebenso wichtig sind die richtige Geh- und Fahrtechnik sowie alpines Basiswissen.

Was die Fitness betrifft, lohnt es sich bereits vor der Saison mit Skigymnastik und Freeride-Training für Grundkondition und Kraftausdauer zu beginnen. Wenn Du in Form bist, wird es Dir leicht fallen, die richtige Technik auf den Brettern umzusetzen. Viele Skischulen und Vereine bieten inzwischen Skitouring-Kurse an, bei denen Du nicht nur Deinen Fahrstil verbesserst, sondern auch die wichtigsten Gehtechniken erlernst.

Skitouren Gehtechnik

Es gibt verschiedene Skitour-Gehtechniken, die Du kennen und können solltest. Die wichtigsten sind:

Spitzkehre: Sie kommt bei Hängen mit mehr als 30 Grad Neigung zur Anwendung. Damit Du hier um die Kurve kommst, benötigst Du die Spitzkehre. Wie funktioniert das? Zunächst trittst Du ein Plateau aus, dann setzt Du den Ski zur Bergseite hin um 180 Grad in die gewünschte Richtung. Verlagere Dein Gewicht und ziehe den „Talski“ nach.

Kurvengehen: Bei einer Hangneigung von weniger als 30 Grad erfolgt der Richtungswechsel durch Kurvengehen. Das ist eine Kombination von Bogenlaufen und Bogentreten. Beim Bogenlauf wird der Ski um die Skispitze umgesetzt. Beim Bogentreten wird der Ski um das Skiende umgesetzt.

Schlurfschritt: Der Schlurfschritt ist ähnlich zum normalen Gehen, nur dass Du hier die Beine nicht anhebst. So gleitet der Ski ruhig und gleichmäßig über die Skioberfläche.

Schnee und Sicherheit

In pulvrigem Freeride-Schnee ist Skitouring ein traumhafter Sport, bei dem Du Dich wie auf Wolken fühlst. Damit dieser Traum nicht zum Albtraum wird, ist es unerlässlich, dass Du Dich vorab ausführlich mit der Lawinenlage in Deinem Zielgebiet beschäftigst und in der Lage bist, diese richtig einzuschätzen: Ob beim klassischen Tourengehen oder beim Freeriding: Ohne Lawinenkunde geht es nicht.

Zur Einschätzung der Lawinenlage gehört zunächst die Beurteilung der Hangneigung auf Karten, mit Hangneigungstools oder durch Messungen im Gelände. Daneben solltest Du die Exposition, also die Ausrichtung des Hangs, beurteilen können und weitere Hintergrundinformationen zur Region und dem Gelände beachten. Auch der tagesaktuelle Lawinenbericht sowie die aktuelle Lawinenwarnstufe geben Dir Sicherheit.

Wenn Du Dir unsicher bist, was die Beurteilung der Lawinenlage angeht, informiere Dich vor Ort bei Bergschulen, Bergführern oder den regionalen Alpenvereinen. Du solltest nie ohne Lawinenkenntnisse auf Skitour gehen! Es gibt zahlreiche Kurse zur Lawinenkunde, die Du besuchen kannst. Alternativ kannst Du auch eine geführte Skitour mit einem erfahrenen Guide, zum Beispiel im Rahmen einer Powderchase, machen.

Trends und Skitourentipps

Du suchst Tipps für Deine nächste Skitour? Wir verraten Dir die besten Spots für Skitouren in der DACH-Region und vollen Tiefschnee-Fahrspaß. Lass Dich inspirieren!

 

Skitouren Deutschland

Rund um Oberstdorf werden Skitouring-Fans glücklich. Das Gelände ist nicht nur abwechslungsreich und bietet ein beeindruckendes Panorama, die Gegend gilt auch als eine der schneesichersten in Deutschland. Lass den Alltag hinter Dir und erlebe traumhafte Ich bin raus-Skitouren bei Oberstdorf.

Für Schneesicherheit steht natürlich auch Deutschlands höchster Gipfel: Rund um die Zugspitze findest Du – im wahrsten Sinne des Wortes – grenzenloses Tiefschnee-Vergnügen. Ob auf der deutschen oder der Österreichischen Seite: Zugspitze-Skitouren sind spitze!

Skitouren Österreich

Das Zillertal ist ein Mekka unter den Skisportlern. Kein Wunder, erwarten Dich hier top-erschlossene Skigebiete mit unzähligen Pistenkilometern und sicheren Schneeverhältnissen. Wer sich vom Trubel der Pisten entfernen und Natur erleben möchte, kommt hier auch auf seine Kosten! In allen Schwierigkeitsstufen laden die Skitouren im Zillertal zum Krafttanken im Pulverschnee. Entdecke die Schönheit unberührter Natur im Zillertal!

Die Axamer Lizum gilt als das „Weiße Dach“ der Stubaier Alpen. Der Spitzname ist Programm, denn die Axamer Lizum gilt als absolut schneesicher. Hier erwarten Dich abwechslungsreiche Ich bin raus-Skitouren und traumhafte Stunden im Pulverschnee.

 

Skitouren Schweiz

“Im Sommer scheint d‘ Sonne, im Winter da schneit’s – in der Schweiz, in der Schweiz, in der Schweiz!“ heißt es in einem alten Schlager und tatsächlich sind die Schweizer Berge in Punkto Schneesicherheit so zuverlässig wie die berühmten Uhrwerke des Landes. Entsprechend groß ist die Auswahl an Skitouring-Gebieten dort, wobei für alle Schwierigkeitsgrade eine große Auswahl besteht.

Ein Skitouring-Paradies in der Schweiz, das Du kennen solltest, ist Bivio. Rund um das malerische Dörfchen in Graubünden locken fantastische Strecken zum Tourengehen und Skibergsteigen. Nimm Dir eine Auszeit im Pulverschnee zwischen Lunghinpass und Piz Lagrev!

Skitouren-Trends

Der heiße Trend für alle, die für die Vorbereitung ihrer Skitouren weniger Zeit haben als ihnen lieb ist, sind Skisafaris. Bei diesen geführten Skitouren suchen die Guides vorab für Dich nach den besten Spots zum Freeriden und kümmern sich um die Organisation Eurer Tour. Du kannst Dich ganz entspannt auf die Powderchase machen und stressfrei ins Schneevergnügen starten.

Perfekt vorbereitet für die Skitour

Beim Skitouring ist die Vorbereitung genauso wichtig wie die Abfahrt. Hier findest Du nochmals die wichtigsten Tipps zur Vorbereitung:

·         Prüfe vorab die Lawinen- und Wetterverhältnisse.

·         Achte auf die Vollständigkeit Deiner Skitourenausrüstung und trage das LVS-Gerät jederzeit bei Dir. Mach zuvor noch einen LVS-Check, um die Funktionsfähigkeit Deines Lawinensuchgerätes zu überprüfen. Eine Packliste hilft Dir, den Überblick über Deine Ausrüstung zu behalten.

  • Wähle Deine Skitouring-Bekleidung so, dass sie für Aufstieg und Abfahrt gleichermaßen geeignet ist. Skitouringjacken und –hosen mit integrierter RECCO®-Technologie sind besonders praktisch, da sie Deine Notfallausrüstung ergänzen.
  • Reflektiere Deine Fitness und Dein Können, orientiere Dich bei der Planung an der SAC-Skala. Orientiere Dich bei der Planung einer Tour in der Gruppe an den Schwächsten.

Zur Beurteilung der Lage vor Ort gibt es für Tourengeher noch weitere Entscheidungshilfen, wie die SnowCard, Stop-or-Go und die 3x3-Filtermethode. Fühlst Du Dich körperlich fit und hast Du alle Vorkehrungen getroffen, dann steht Deiner Skitour nichts mehr im Wege..

Ich bin raus-Erlebnisse: Skitouring mit Schöffel

Mit der Skitouring-Kollektion von Schöffel bist Du perfekt ausgestattet für Dein Traumerlebnis im Tiefschnee! Unsere Spezialbekleidung für Skitouring bietet Dir die ideale Kombination aus Wärmeleistung und Atmungsaktivität. Die Thermo Jacket Tosc L für Damen und die Thermo Jacket Tosc M für Herren aus atmungsaktiver und recycelter PrimaLoft® Wattierung und einer Außenschicht aus Pertex® Quantum Material vereinen die innovative Materialtechnologie von Schöffel mit Bewegungsfreiheit und ästhetischem Design. Das gilt auch für die Softshell Pants Matrei L für Damen und die Softshell Pants Matrei M für Herren: Mit vorgeformten Knie und 4D BODY MAPPING Technologie hast Du in diesen Pants die Bewegungsfreiheit, die Du für Aufstieg und Abfahrt brauchst.

Mit der Schöffel Funktionskleidung und unseren Tipps kann Dein Skierlebnis im Powder kommen! Wir wünschen Dir fantastische Ich bin raus-Momente im Tiefschnee!

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