Regeneration nach dem Radfahren: Warum Erholung so wichtig ist

Schöffel Blog / 30.06.2023

Besser werden durch Erholung – das klingt doch super, oder? Du möchtest Deine Leistung auf dem Bike steigern und denkst dabei natürlich zuerst an lange Trainingseinheiten für Deine Ausdauer, an hartes Powertraining für mehr Performance und Muskelaufbau. Doch dabei vergisst Du, dass die Regeneration ein entscheidender Teil der Leistungssteigerung ist – möglicherweise sogar der wichtigste Faktor, um sich sportlich zu verbessern.

Wir möchten Dir zeigen, wie Du Deine Trainingserfolge durch die richtige Regeneration beim Radfahren maximierst und Deine Muskeln nach dem Radfahren entspannst. So kannst Du mit mehr Power in Dein nächstes Ich bin raus-Bike-Abenteuer starten!

Regeneration nach dem Radfahren: Was genau ist damit gemeint?

Nach einer anstrengenden Bike-Tour erschöpft anzukommen bedeutet, dass der Körper anfängt zu arbeiten und sich anzupassen, um in Zukunft länger durchhalten zu können. Das heißt im Klartext: Jede Trainingseinheit erfordert eine Regenerationsphase, damit der Körper seine Leistung steigern kann. Regeneration bezieht sich demnach auf den natürlichen Prozess der Erholung und Wiederherstellung des Körpers nach körperlicher Anstrengung, um sich auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten. Durch Regeneration lernt Dein Körper bei jedem Training Neues dazu.

Regeneration: Was passiert in Deinem Körper?

Regeneration mag langweilig erscheinen, da sie Dich dazu zwingt, eine Pause zu machen. Doch diese Zwangspause ist von großer Bedeutung. Die Ruhephasen zwischen den Trainingseinheiten unterstützen die Wiederherstellung geschädigten Gewebes in Deinem Körper. Auch wenn Deine Muskeln während dieser Zeit nicht aktiv sind, geschehen viele wichtige Dinge in Deinem Organismus. Zellen teilen sich aktiv und Defekte werden repariert.

Wusstest Du, dass Muskelkater durch winzige Mikrorisse in den Muskelfasern entsteht? Dein Körper versucht diese Risse zu heilen, indem er Entzündungsreaktionen auslöst. Dadurch dringt Wasser in die Fasern ein und sammelt sich dort an, was zu einer Schwellung des Muskels führt. Das empfindest Du als Muskelschmerzen und Verhärtungen, die als Muskelkater wahrgenommen werden.

Während der Regenerationsphase schließt Dein Körper diese winzigen Risse. Gleichzeitig werden Deine Kraftreserven wieder aufgefüllt, damit Du danach wieder mit voller Energie durchstarten kannst. Die Regeneration ist also von großer Bedeutung. Durch den dauerhaften Leistungsdruck nimmt der Organismus Schaden. Es drohen defekte Gelenke, Muskelverletzungen und ein geschwächtes Immunsystem. Dein Körper benötigt also Regeneration, um langfristig wachsen zu können.

Energiereserven auffüllen

Währen Du trainierst, intensives Training betreibst oder auf langen Bike-Touren unterwegs bist, werden die Energiereserven Deines Körpers, insbesondere der Glykogenspeicher in den Muskeln, erschöpft. Die Regeneration nach dem Radfahren ermöglicht es Deinem Körper, diese Energiereserven wieder aufzufüllen, um für zukünftige Bike-Touren oder Trainingseinheiten ausreichend Energie bereitzustellen.

Entzündungsbekämpfung und Stärkung des Immunsystems

Wenn Du Deinem Körper keine Gelegenheit zur Regeneration gibst, kann es zu Entzündungen kommen. Besonders Schleimbeutel, Gelenkkapseln oder Sehnen sind häufig betroffen. Die Regeneration nach sportlicher Betätigung hilft dabei, Entzündungen zu reduzieren und die normale Funktion des Immunsystems wiederherzustellen. Dies fördert die Heilung und schützt den Körper vor Verletzungen.

Durch Regeneration nach dem Sport Überlastung und Verletzungen vermeiden

Eine angemessene Regeneration ist entscheidend, um Überlastung und Verletzungen zu vermeiden. Wenn der Körper nicht ausreichend Zeit hat, sich zu erholen, können sich Müdigkeit und Muskelungleichgewichte ansammeln, die das Verletzungsrisiko erhöhen. Die Regeneration ermöglicht es dem Körper, seine Leistungsfähigkeit wiederherzustellen und das Risiko von Verletzungen zu verringern.

Mentale Erholung für mehr Leistungsfähigkeit

Die Regeneration umfasst nicht nur die körperliche, sondern auch die mentale Erholung. Intensiver Sport kann zu mentaler Erschöpfung führen. Regeneration bietet die Möglichkeit, Stress abzubauen, den Geist zu entspannen und das allgemeine Wohlbefinden zu verbessern. Der Schlüssel für mentale Gesundheit und Erfolg im Sport ist eine gute Balance zwischen Auspowern und Erholung.

Falls Du Dich darüber hinaus fragst, wie Du Deine Bike-Kondition verbessern kannst, empfehlen wir Dir, unser YouTube-Video mit entsprechenden Tipps anzuschauen.

Welche Faktoren beeinflussen die Regeneration nach dem Radfahren?

Damit der Regenerationsprozess nach dem Fahrradfahren in den Muskeln oder Muskelgruppen anlaufen kann, bedarf es einer Regenerationsphase nach der Belastungsphase. Diese Phase kannst Du beim Fernsehen, beim Quatschen mit Freunden oder – und hier funktioniert es am allerbesten – beim Schlafen anstoßen. Der Kniff ist, dass Du die optimale Balance findest zwischen Be- und Entlastung. So bekommt Dein Körper einen sportlichen Reiz und kann sich anschließend wieder erholen. Wichtig ist also: Plane feste Regenerationszeiten in Dein Radtraining ein. Dabei gilt: Je länger die Belastungsphase für die Muskeln beim Radfahren war, desto länger dauert die aktive Regeneration nach dem Radfahren. Weitere Faktoren, die die Dauer Deiner Regeneration nach dem Radfahren beeinflussen, sind: 

  • Aerobe Ausdauerleistung: Je geringer Deine Ausdauer, desto mehr Regeneration ist nach dem Radfahren nötig. 
  • Individueller Trainingszustand: Gut trainierte Sportler haben oft eine schnellere Regeneration aufgrund einer besseren Anpassungsfähigkeit ihres Körpers.
  • Belastung: Je intensiver Dein Training, desto länger dauert die Regeneration nach der Radtour. 
  • Alter und der Gesundheitszustand: Junge und gesunde Menschen benötigen weniger Regenerationszeit. Dazu zählt auch die mentale Gesundheit. Achte darauf, Stress abzubauen und Entspannungstechniken wie Yoga oder Pilates in Deinen Alltag zu integrieren.
  • Lebenswandel: Mit einem ungesunden Lebenswandel (ungesunde Ernährung, wenig Schlaf) verlängert sich die Regeneration beim Radfahren. 

Grundsätzlich lässt sich die individuelle Regenerationszeit nicht pauschalisieren. Sie hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Von daher ist es ratsam, auf die Signale Deines Körpers zu achten und angemessene Erholungszeiten einzuplanen.

Verschiedene Arten der Regeneration beim Radfahren

Wozu Regeneration dient, weißt Du nun bereits. Informierst Du Dich tiefer zu diesem Thema, wirst Du unweigerlich auf aktive, passive und weitere Regenerationsarten stoßen. Was dies bedeutet, erklären wir Dir:

  1. Aktive Regeneration: Bei der aktiven Regeneration nach dem Fahrradfahren handelt es sich um eine gezielte und bewusste körperliche Aktivität oder leichtes Training, das die Durchblutung und den Stoffwechsel anregt, um die Erholung nach intensiver Belastung zu fördern, ohne den Körper zusätzlich zu belasten.
  2. Passive Regeneration: Diese Art bezieht sich auf eine Erholungsphase, in der der Körper Ruhe und Entspannung findet, ohne aktive körperliche Aktivität oder Training durchzuführen. Dabei stehen Maßnahmen wie ausreichend Schlaf, Ruhephasen und Entspannungstechniken im Vordergrund.
  3. Fortlaufende Regeneration: Bei dieser Regeneration geht es darum, wie viele Wiederholungen in einer Trainingseinheit gemacht werden und wie viele Pausen zwischen den Sporteinheiten eingelegt werden.
  4. Unmittelbare Regeneration: Hier sind die Maßnahmen gemeint, die Du direkt nach dem Training ergreifst, um die Erholung zu unterstützen.
  5. Nachwirkende Regeneration: In dieser Phase der Regeneration liegt der Fokus auf der Gestaltung des Trainings in der darauffolgenden Woche. Beispielsweise die Trainingspause nach einem Marathon.
  6. Erweiterte Regeneration: Bei der erweiterten Regeneration werden nach langen Belastungsphasen Phasen ohne Belastung eingebaut.

Welche Muskeln werden beim Fahrradfahren trainiert? 

Bestimmt kennst Du das Ziehen und Brennen an Deinem Körper nach einer langen Radtour – vielleicht hast Du Dir deshalb auch schon oft folgende Frage gestellt: Welche Muskeln werden beim Radfahren beansprucht? Da die Hauptbewegungen auf dem Bike von den Beinen geleistet werden, sind natürlich die Muskeln dort und im Gesäß am meisten im Einsatz, wenn Du im Sattel sitzt: 

  • Gesäßmuskel: Der größte Muskel im Körper baut über die Beine Druck auf, wenn Du das Pedal nach unten drückst. Sind Deine Gesäßmuskeln gut trainiert und kräftig, entlastet das beim Radfahren Deine Knie. Gerade, wenn Du berufsbedingt viel sitzt, ist es wichtig, diesen Muskel besonders zu trainieren. 
  • Kniesehnenmuskel: Diese Muskeln verlaufen von der Hüfte über die Rückseite des Oberschenkels und kreuzen sich in der Kniekehle. Wenn Du die Hüfte oder die Knie beugst, sind die Kniesehnenmuskeln im Einsatz. Um Schmerzen und Überlastungen dieser Muskeln auf dem Fahrrad zu verhindern, solltest Du Dich gut warmfahren und Deine Gesäßmuskulatur trainieren. 
  • Quadrizeps: Bei Bikern ist der Quadrizeps häufig besonders ausgebildet. Dieser Muskel verläuft auf der Vorderseite des Oberschenkels und erzeugt beim Fahrradfahren einiges an Kraft, vor allem beim Abwärtstreten (Pedal von 12-Uhr-Stellung auf 6-Uhr-Stellung treten). Bei Bergfahrten mit steilen Anstiegen kommt dieser Muskel fokussiert zum Einsatz. 
  • Wadenmuskulatur: Auch an den ausgeprägten Wadenmuskeln kannst Du ambitionierte Radsportler erkennen. Sie sind neben dem Quadrizeps daran beteiligt, Kraft fürs Abwärtstreten aufzubauen. 
  • Schienbeinmuskulatur: Mit dem Schienbeinmuskel ziehst Du das Pedal aus der Abwärtsbewegung wieder nach oben. Dieser Muskelbereich wird vor allem bei regelmäßigen Radtouren gut trainiert. 

Natürlich werden beim Radfahren mehr Muskeln beansprucht als die in den Beinen und im Gesäß. Auch in den Armen, im Rücken und am Bauch kann es sein, dass Du Dein Training spürst. Doch nun kommen wir endlich zu unseren Tipps für die perfekte Regeneration beim Radfahren! 

1. Regeneration im Radsport durch Ernährung 

Bei der Regeneration nach einer langen Radtour geht es auch darum, den Körper wieder in Vollbesitz seiner Kräfte zu versetzen. Das machst Du am besten, indem Du ausreichend isst und trinkst – schon während der Fahrt, denn ein Hungerast verlängert die Regeneration. 

Flüssigkeit, Kohlenhydrate und Proteine sowie wichtige Mineralstoffe sind nach dem Training essenziell, um Deine Muskeln wieder herzustellen. Kombinationen aus Proteinen und Kohlenhydraten, etwa in Form von Bananen-Schoko-Milchshakes, gelangen schnell in die Zellen und starten mit den Reparaturarbeiten an den geschädigten Muskeln. So trägt die Ernährung ihren Teil zur Regeneration im Radsport bei.  

2. Nasse und eiskalte Regeneration für Deine Muskulatur

Bestimmt hast auch Du schon mal Videos von Menschen in Eistonnen oder bei Minusgraden ins Wasser steigen sehen, oder? Wusstest Du, dass dieses lustig anzuschauende Schauspiel nicht nur der Unterhaltung dient, sondern eine echte Geheimwaffe im Sport ist? Vor allem im Rennradsport und Fußball ist diese Methode besonders beliebt. Doch was hat es damit auch sich?

Zum Abtransport der sogenannten Muskelschlacken ist ein Mix aus Wärme und Kälte perfekt. Unter kaltem Wasser ziehen sich Deine Muskeln zusammen, das Blut strömt gemeinsam mit der Milchsäure, die beim Sport gebildet wurde, hinaus. Im warmen Wasser öffnet sich alles wieder und sauerstoffreiches Blut fließt in die Muskulatur zurück. Es setzen sich Stoffwechselprozesse in Gang und die Durchblutung wird gefördert. Am besten wechselst Du für 15 Minuten alle zwei bis drei Minuten die Temperatur beim Duschen. Wichtig ist, dass Du mit einem kalten Guss endest.

Wer hart im Nehmen ist, kann sich ein Kältebad gönnen oder in eine Eistonne steigen. Gerade, wenn Du Dich ausgepowert hast, kann ein Kältebad Schmerzen lindern. Im kalten Wasser ziehen sich die Muskeln zusammen. Das beschleunigt die Heilung und verbessert die Muskelfunktion.

3. Meditiere Dich in die Regeneration

Du denkst bei Meditation geht es nur darum, Gedanken zwanghaft zu unterdrücken? Meditation ist viel mehr als das. Meditation kann nach dem Radfahren zur Regeneration beitragen und lässt sich ganz leicht in Deinen Alltag integrieren. Konzentriere Dich auf Deine Atmung, indem Du tief durch die Nase einatmest und durch den leicht geöffneten Mund ausatmest. In alltäglichen Situationen wie beispielsweise beim Warten, auf dem Weg zur Arbeit oder beim Spazierengehen lässt sich diese Übung kinderleicht praktizieren. Du fragst Dich, was das mit Regeneration zu tun hat? Täglich 20 Minuten Meditation helfen dabei, das Stressniveau zu senken und vor allem lernst Du, Deinen Körper intensiver wahrzunehmen und auf Signale zu achten – beim Sport kannst Du so Grenzen Deines Körpers besser erkennen und läufst keine Gefahr, ihn zu überlasten.

4. Liegenbleiben und ausschlafen: Im Schlaf zur Regeneration

Vielleicht wusstest Du schon, dass Radprofis länger schlafen als die durchschnittliche Bevölkerung. Das hat einen guten Grund: Im Schlaf werden vermehrt Wachstumshormone ausgeschüttet, die sich positiv auf die Regeneration auswirken können. Eine Schlafdauer von acht bis zehn Stunden hat sich als optimal herausgestellt! Also, worauf wartest Du noch? Starte mit Deinem Acht-Stunden-Regenerationsschlaf!

5. Tanke Sonne für die optimale Regeneration nach dem Radfahren

Es gibt eine Vielzahl von Nahrungsergänzungsmitteln auf dem Markt, von denen viele unnötig sind, da unser Bedarf bereits durch eine ausgewogene Ernährung gedeckt wird. Allerdings gibt es eine Ausnahme und das ist Vitamin D, das für wichtige Knochenumbauvorgänge essenziell ist. Vitamin D nehmen wir, im Gegensatz zu den meisten anderen Vitaminen, nicht über die Nahrung, sondern über die Haut auf, wenn die Sonne auf diese scheint. Aufgrund der geringen Sonnenstrahlung in unseren Klimazonen erhalten unsere Körper allerdings oft zu wenig davon. Daher kann es sich besonders in der bevorstehenden kalten Jahreszeit lohnen, in Absprache mit einem Arzt den persönlichen Vitamin-D-Spiegel zu bestimmen, um mögliche Defizite auszugleichen. Die zusätzliche Einnahme von Vitamin K2 kann ebenfalls ärztlich abgeklärt werden, da es die Wirkung von Vitamin D unterstützt.

Aktive Erholung: Regeneration für Bike-Enthusiasten 

Du kannst auch nach dem Radsport nicht ruhig sitzen, sondern willst Dich für Deine Regeneration nach dem Radfahren bewegen? Lockere Übungen von kurzer Dauer (also etwa 45 Minuten) im Kompensationsbereich sind für eine Regeneration hilfreich. Mit der sanften Bewegung lockerst Du die Beinmuskulatur und förderst den Abtransport von Stoffwechselprodukten. Zudem wird Dein Körper so auch schonend auf das nächste Rad-Training vorbereitet. 

Radfahren und Regeneration mit Schöffel 

Dich zieht es aufs Bike und raus? Mit der passenden Bike-Wear von Schöffel bist Du bei Deinen Trainingseinheiten auf dem Bike bestens ausgestattet. Wir freuen uns unter #ichbinraus Deine Bike-Highlights zu sehen! Für die Regeneration nach dem Radfahren bist Du nun ja bestens vorbereitet!

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