
Hinter jedem Produkt stehen Menschen.
Wie viele andere Bekleidungsunternehmen hat Schöffel keine eigene Produktion, sondern arbeitet mit Produktionspartnern zusammen. Die Fertigung technischer Funktionsbekleidung sowie insbesondere die Herstellung von Materialien und Zutaten findet heute größtenteils in Asien statt, da sich dort im Laufe der vergangenen Jahrzehnte die fachliche Expertise konzentriert hat.
Soziale Verantwortung bedeutet für Schöffel, menschenrechtliche und soziale Risiken in der Lieferkette systematisch zu identifizieren, zu bewerten und mit geeigneten Maßnahmen zu adressieren. Dabei orientieren wir uns am Sorgfaltsprüfungsansatz der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD).


Menschenrechtliche Risiken in der Produktion erkennen und angehen
Wir haben Anforderungen zu Menschenrechten und Arbeitsbedingungen für unsere Produktionspartner festgelegt. Im Rahmen unserer menschenrechtlichen Sorgfaltsprozesse bewerten wir Risiken, prüfen Hinweise auf mögliche Verstöße und vereinbaren bei Bedarf Maßnahmen mit den betroffenen Partnern. Wir verfolgen deren Umsetzung und überprüfen die Wirksamkeit.
Über unsere Fortschritte und Herausforderungen berichten wir. Unser Ziel ist es, Risiken frühzeitig zu erkennen und zu besseren Arbeitsbedingungen beizutragen.
Beschaffung gemeinsam gestalten

Wir arbeiten langfristig mit unseren Produktionspartnern zusammen und stimmen Planung, Liefertermine und Zahlungsbedingungen mit ihnen ab. Dabei berücksichtigen wir, wie sich unsere Einkaufsentscheidungen auf die Arbeitsbedingungen in der Produktion auswirken können.
Wir bewerten unsere Produktionspartner regelmäßig, um Risiken zu erkennen und unsere Beschaffungsprozesse weiterzuentwickeln. Ein Ziel ist es, Zeitdruck in der Produktion und das Risiko übermäßiger Überstunden zu verringern.
Die Formulierung beschreibt euer Vorgehen und kennzeichnet die Verringerung von Überstunden als Ziel. Die bisherige Aussage, ihr würdet unnötigen Zeitdruck vermeiden und Überstunden reduzieren, setzt einen nachweisbaren Effekt voraus. Auch Aussagen über soziale Merkmale können nach EmpCo irreführend sein; die beschriebenen Abläufe sollten intern belegbar sein.

Soziale Verantwortung leben.
Schöffel verankert verbindliche Anforderungen in der Produktion und ist seit 2011 Mitglied der Fair Wear Foundation. Das beinhaltet die Arbeits- und Sozialstandards der Gesetzgeber in den jeweiligen Produktionsländern sowie international anerkannte Standards, je nachdem, welche die höheren Anforderungen haben.
Grundlage für Schöffel sind die Fair Wear Code of Labour Practices (CoLP). Diese acht Sozialstandards sind von den Konventionen der International Labour Organisation (ILO) und der Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen abgeleitet. Damit basieren die Fair Wear Code of Labour Practices auf international anerkannten Standards.

Dranbleiben und verbessern.

Um die Umsetzung unserer Sozialstandards zu überprüfen und weiterzuentwickeln, setzen wir auf ein mehrstufiges Monitoring-System. Dieses umfasst regelmäßige Vor-Ort-Besuche, externe Audits sowie eine kontinuierliche Bewertung unserer Produktionsstätten. Ergänzt wird dieser Ansatz durch Beschwerdemechanismen, über die Arbeiter:innen Missstände melden können.
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist der offene Dialog mit unseren Partnern. Zusätzlich investieren wir in Schulungsprogramme und bauen unsere lokale Präsenz in wichtigen Produktionsländern weiter aus, um Verbesserungen gezielt voranzutreiben und nachhaltig zu verankern.

Gemeinsam mehr erreichen.
Wir arbeiten im Rahmen von Mitgliedschaften oder Projekten mit ausgewählten Organisationen zusammen, die mit unterschiedlichem Fokus auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Textil- und Bekleidungsindustrie hinwirken. Diese Organisationen sind für uns wichtige Partner bei der Umsetzung unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflichten.
Fair Wear
Seit 2011 ist Fair Wear dabei ein starker Partner an der Seite von Schöffel. Fair Wear ist eine gemeinnützige, unabhängige Organisation, die sich für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Bekleidungsindustrie einsetzt. Als Mitglied verpflichten wir uns, die Umsetzung der Fair Wear Arbeitsrichtlinien in unseren Partnerbetrieben voranzutreiben und damit die Arbeitsbedingungen kontinuierlich zu verbessern. Einmal im Jahr werden unsere Aktivitäten von Fair Wear im Rahmen des Brand Performance Check gründlich überprüft – 2025 wurden wir dabei mit dem Leader-Status ausgezeichnet, der außerordentliches Engagement honoriert.
Der Internationale Accord
Der International Accord ist eine rechtsverbindliche Vereinbarung zwischen globalen Bekleidungsmarken und Gewerkschaften zur Verbesserung von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz in der Textil- und Bekleidungsindustrie. Er geht zurück auf den Bangladesh Accord on Fire and Building Safety, der 2013 nach dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza, bei dem über 1.000 Menschen starben, ins Leben gerufen wurde.
Sustainable Industrial Clusters (S.I.C.) II Projekt Äthiopien
In diesem Projektrahmen hat Schöffel gemeinsam mit der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und einer anderen Bekleidungsmarke ein spezifisches Projekt zur Förderung des sozialen Dialogs in der Textil- und Bekleidungsindustrie in Äthiopien entwickelt. Dieses Projekt zielt darauf ab, den sozialen Dialog auf Unternehmensebene zu stärken, indem die Handlungskompetenzen und das Zusammenwirken von Arbeiter:innen und Management gezielt gefördert werden. Es verfolgt einen strukturierten Ansatz, der Schulungen, maßgeschneiderte Beratungsdienste und Coaching umfasst.


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