Die Luftaufnahmen von Gletschern, Steinbrüchen und Salzfeldern zeigen die Erde aus einer seltenen Perspektive. Sie machen Strukturen sichtbar, die aus der Nähe verborgen bleiben – Schönheit und Verletzlichkeit oft nur wenige Meter auseinander. Genau diese Sichtweise hat Schöffel begeistert.
Wer in den Bergen unterwegs ist, erlebt Natur unmittelbar – und wie schützenswert sie ist. Die Zusammenarbeit mit Tom Hegen verbindet beide Gedanken.
Schon die Winterkollektion 2025 trug Motive des Fotografen. Das Design ist mehr als Gestaltung: Es erzählt von Bergen, Eis und Bewegung. Deshalb wird die Kooperation in der Winter 2026 Kollektion fortgeführt.
Manchmal beginnt eine gute Geschichte mit einem Blick von oben.

About Tom Hegen
Was war Ihr persönlicher Beweggrund, mit einer Outdoor-Marke wie Schöffel zu kooperieren?
Meine Arbeit war immer davon geprägt, ein Bewusststein für den Umgang mit unserer Umwelt, den Ressourcen, die unser Planet für uns bereit hält und den Einfluss des Menschen auf die Natur zu schaffen. Wir haben uns die Welt nach unseren Bedürfnissen zu recht gestaltet und dabei zunehmend vergessen, das wir von ihr abhängig sind. Dem Planeten ist es egal, wie stark wir die Erdoberfläche, das Klima oder die Biodiversität verändern. Für uns und für zukünftige Generationen sind diese Elemente jedoch entscheidend. Deshalb brauchen wir einen verantwortungsvollen Umgang mit unserem Planeten. Diese Haltung drücke ich mit meinen Arbeiten aus. Eines ist klar, wir alle brauchen Ressourcen — auch Kleidung. Die Frage ist, wie wir mit diesen Ressourcen umgehen. Schöffel entwickelt zuverlässige Kleidung, die seinen Besitzern eine authentische Erfahrung in der Natur ermöglicht. Diese Erfahrung schafft nicht nur Lebensqualität, sondern ebenfalls ein bewusstes, wertschätzendes wahrnehmen der Natur. Das ist, was uns verbindet und uns in unserer Arbeit motiviert.
Wie wählen Sie die Motive aus, die das Spannungsverhältnis zwischen Nutzung und Schutz der Natur zeigen?
Mich interessieren Orte, auf denen unsere moderne Gesellschaft gründet. Also Orte, an denen die Spuren unseres Handelns unübersehbar sind. Auch wenn viele dieser Orte weit entfernt scheinen, sind wir doch alle mit ihnen verbunden. Denn in unserem Alltag nutzen wir Rohstoffe, die unter großem Aufwand für unsere Bedürfnisse extrahiert wurden: Wir stauen Flüsse, um Strom zu erzeugen. Wir versetzen Berge, weil sie uns im Weg stehen. Wir bohren Löcher in den Boden, um die natürlichen Ressourcen der Erde zu nutzen. Wir bauen an, tragen ab, kultivieren, sprengen, pumpen, roden, verbrennen, düngen, versiegeln, verschmutzen und vergiften. Diese Eingriffe dokumentiere ich in meinen Luftbildaufnahmen.
Inwiefern sehen Sie Ihre Arbeit als Beitrag zum gesellschaftlichen Bewusstsein für Umweltthemen?
Fotografie kann helfen, unsere Welt besser zu verstehen. Besonders die distanzierte Perspektive eröffnet den Blick auf Zusammenhänge, die uns im Alltag oft verborgen bleiben. Doch Erkenntnis allein geüngt nicht. Wir müssen uns bewusst machen, welche Rohstoffe unser Leben prägen. Und wir müssen begreifen, dass jede Ressource, die wir nutzen, ihren Preis hat – sei es für die Natur, für Menschen oder für kommende Generationen. Mit diesem Bewusstsein kehrt hoffentlich auch eine neue Wertschätzung ein. Und Wertschätzung ist die Grundlage für einen verantwortungsvollen Umgang mit unserem Planeten.

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